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„Trainieren wie im echten Leben“ – Unsere Learnings mit KI-Verkaufstraining.

In den letzten Wochen haben wir selbst getestet, was KI im Vertriebstraining leisten kann – und zwar nicht in der Theorie, sondern mit echten Gesprächsszenarien. Gemeinsam mit ausgewählten Kunden und Verkäufern haben wir unseren neuen Produktpartner sleak.ai mit der gleichnamigen Plattform auf Herz und Nieren geprüft. Unser Ziel: herausfinden, wie realitätsnah, flexibel und wirksam KI-gestütztes Verkaufstraining heute bereits ist.

Was macht sleak.ai?

sleak.ai ist eine Trainingsplattform, auf der Vertriebler:innen Verkaufsgespräche mit KI-Personas führen – strukturiert, wiederholbar und mit klarem Feedback. Das Besondere: Es stehen verschiedene Gesprächstypen zur Verfügung, vom Discovery-Call bis zum Verhandlungsgespräch. Jedes Szenario besteht aus mehreren Phasen – und wird durch die Reaktion der KI dynamisch simuliert.

Schon nach kurzer Einarbeitung konnten wir loslegen: Viele Gesprächsvorlagen waren bereits vorinstalliert, z. B.:

  • Angebotspräsentation
  • Kaltakquise
  • Abschlussgespräch
  • Produktdemonstration
  • Upsell & Cross-Sell
  • Kundenrückgewinnung

Diese Templates sind nicht nur nützlich, sondern auch anpassbar – und genau hier beginnt das eigentliche Lernen.

Vertriebsexperte Dirk Thiemann beim Training eines Verkaufsgespräch mit einer KI-Trainingsplattform

Learning 1: Vorbereitung schlägt Improvisation

Die Möglichkeit, Gesprächstypen individuell zu gestalten, war für uns einer der größten Mehrwerte – aber auch eine Herausforderung. Denn jede Konversation durchläuft spezifische Phasen: vom Gesprächseinstieg über Bedarfsermittlung bis zur Einwandbehandlung oder zum Abschluss. Wer hier präzise denkt, bekommt wertvolle Analysedaten am Ende der Simulation.

Besonders hilfreich: Die Plattform stellt eine Vielzahl von Gesprächstypen bereit – etwa für Angebotspräsentationen, Discovery-Gespräche oder Kaltakquise. Jeder Typ ist in Phasen gegliedert und damit didaktisch sinnvoll aufgebaut. So wird systematisch trainiert, wie z. B. eine Bedarfsanalyse strukturiert abläuft oder wie man im Pitch überzeugend durch Argumentation und Nutzenpräsentation führt.

Einige Beispiele aus unserer Arbeit:

  • GKV – Inbound Krankenkassen: Simulation eines Beratungsgesprächs mit gesetzlich Versicherten. Ideal für Training im Gesundheitsbereich – inkl. Emotionsmanagement und komplexer Preisdiskussionen.

  • Discovery-Gespräch: Perfekt für komplexe B2B-Verkaufssituationen. Ziel: Bedürfnisse, Herausforderungen und Ziele des Kunden klar herausarbeiten – und in Lösungsansätze übersetzen.

  • Kaltakquise HR-Diagnostik: Zielgerichtetes Erstgespräch mit konkreter Nutzenargumentation, um Interesse für Folgegespräche zu wecken. Besonders spannend: das Training der Gesprächseröffnung.

Durch die klare Struktur der Gesprächstypen wird das Training planbar und messbar. Gleichzeitig lassen sich bestehende Typen individuell anpassen oder komplett neue entwickeln – für spezifische Zielgruppen, Produkte oder Gesprächsanlässe.

Unsere Erkenntnis: Je klarer die Struktur, desto besser das Feedback. Improvisieren funktioniert nicht – gutes Training beginnt mit guter Planung.

Learning 2 : Die KI wird erst durch die Persona lebendig

Das Herzstück jedes Trainings ist die AI-Käuferin oder der AI-Käufer – also die virtuelle Kund:innenfigur, mit der die Verkaufsgespräche geführt werden. Und genau hier liegt der Schlüssel für ein wirklich realistisches Training: Die Erstellung dieser KI-Personas erfolgt direkt in der Plattform.

Zunächst wählt man den Gesprächstyp und entscheidet, ob man mit einem Privat- oder Geschäftskunden trainieren will. Dann wird’s spannend:

  • Wie schwierig soll das Gespräch sein?

    • Ist der Kunde laut, aufgebracht, uneinsichtig?

    • Oder lässt er sich schnell beruhigen?

  • Welches Fachwissen bringt der Kunde mit?

    • Weiß der Arzt bereits alles über mein neues Pharmaprodukt?

    • Oder kann ich ihn durch gezielte Information begeistern?

Man entwickelt im Grunde eine eigene, lebensechte Figur – mit Emotionen, Wissen, Gesprächsverhalten. Und je detaillierter die Beschreibung, desto echter wird die Interaktion im Training. Zwar kann die Plattform auch aus wenigen Angaben eine Persona generieren – aber es lohnt sich, kreativ zu werden. Denn: Wer sich ernsthaft in die Situation hineindenkt, bekommt die realistischsten und lehrreichsten Gespräche.

Learning 3: Emotionen messbar machen – funktioniert

Ein Highlight unserer Tests: Ein selbst entwickeltes Szenario für einen Beschwerde-Call bei einer Krankenkasse, bei dem ein verärgerter Kunde sich über eine Preiserhöhung beschwert. Ziel war, das Emotionsmanagement zu trainieren – also: Wie empathisch reagiert der Servicemitarbeiter? Wie gut gelingt es, das Gespräch zu deeskalieren?

Und tatsächlich: Die Plattform bewertet nicht nur den Gesprächsinhalt, sondern auch Tonalität, Gesprächsverlauf und emotionale Wirkung. Das ist in klassischen Trainingsformaten kaum objektiv messbar – hier schon.

Learning 4: Scheitern ist Methode – und das ist gut so

Ist die Persona einmal erstellt, kann das Team loslegen – und was soll man sagen: Es funktioniert. Der erste Call? Meist ein Reinfall. Der zweite? Schon besser. Der dritte? Treffer.

Die Lernkurve ist spürbar. Die Plattform motiviert zum Wiederholen, zum Verbessern, zum Durchziehen. Und genau daraus entsteht Sicherheit im Auftritt und Klarheit in der Methodik. Mit jedem Gespräch wird das Verhalten zielgerichteter trainiert – bis der „Termin geknackt“ und das Produkt verkauft wird.

Learning 5: Feedback ist der wahre Gamechanger

Was sleak.ai besonders macht: Nach jeder Session gibt es differenziertes Feedback – etwa zu:

  • Gesprächsführung & Argumentation

  • Zuhörverhalten

  • Timing und Übergängen

  • Tonalität & Empathie

  • Zielorientierung pro Phase

Besonders beeindruckt hat uns die Scorecard-Funktion: Jede Phase des Gesprächs – vom Einstieg über die Argumentation bis zum Abschluss – wird evaluiert. Man sieht genau, welche Gesprächsziele erfüllt wurden, welche Einwände auftraten und wie gut man darauf reagiert hat.

Ein persönliches Learning: Die Einwandbehandlung war bei unseren Verkäufern ein klarer Entwicklungsbereich. Zum Glück gibt es ein dediziertes Modul für Einwände – mit Fokus auf Preis- und Vertrauenseinwände. Die KI erkennt diese und bewertet die Qualität unserer Antworten – ein echter Trainingsbooster für alle, die sich in diesem Bereich verbessern wollen.

Fazit: KI kann Vertriebstraining smarter, ehrlicher und effizienter machen

Unsere Zusammenarbeit mit sleak.ai hat gezeigt: KI-gestütztes Training ist nicht die Zukunft – es ist die Gegenwart. Und sie funktioniert, wenn man bereit ist, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen.

  • Die Plattform bietet Struktur und Flexibilität

  • Das Feedback ist punktgenau und lernwirksam

  • Individuelle Szenarien schaffen echten Praxisbezug

  • Emotionale Kompetenz wird nicht ausgeklammert, sondern trainiert

  • Scheitern wird Teil des Prozesses – mit spürbarem Fortschritt

Wir sind überzeugt: Wer Vertriebsteams heute fit machen will, sollte Tools wie sleak.ai nicht als Ersatz für klassisches Training sehen – sondern als intelligente, praxisnahe Ergänzung.

Robert Leubner - Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Institut für Vertriebskompetenz in Allensbach.

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